Carvingtechnik im eisigen Steilhang
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Ist es nicht so, dass man bei steilen, sehr eisigen Hängen noch stärker aufkanten muss, als sonst? Kommt man schnell mit dem Innenski und dessen Schuh an den Boden und gleitet schliesslich aus?
- extremecarver
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Richtig und Falsch.
Je steiler desto hoehere Aufkantwinkel muss man fahren, um bergauf Geschwindigkeit abzubuaen. Bei einem Hang mit 45° brauchts also schon gute Technik und hohe Aufkantwinkel, um den Schwung bergauf zur Geschwindigkeitskontrolle zu fahren.
Falsch: je eisiger desto geringer die Bootoutgefahr.
Daher hat man als Snowboarder beim carven auf richtig steilen Haengen auch prinzipiell Vorteile, da man am Snowboard NULL Ueberstand fahren kann. Bei Skiern sind die schmalsten Boots bei rund 10-11cm Aussenbreite, Komfortschuhe zwischen 12-13cm (bezogen auf Standardgroeße Mondo 26.5). Man braeuchte also Skier die 10-11cm breit sind, um auf die selben Aufkantwinkel zu kommen. Hier wuerde man sich aber mit beiden Skiern in den Weg kommen. Die maximalen Aufkantwinkel die mit Skiern gehen sind IMHO 5-10° unter dem was man mit Raceboard schafft.
Ergo mit Skiern wirds spaetestens ab 60° und hartem Schnee (sowas gibts eh nur Offpiste) ordentlich haarig. Mit dem Snowboard hat man hier theoretisch noch eine Chance - das Problem ist halt nur wenn man einmal wegrutscht kann man es nicht mehr auffangen. Bei Puvlerschnee ist es dagegen egal. So kann man mit dem Snowboard auch zur Not mal 5-10HM auch eine Schrofenwand mit 70-80° langsam herunterhupfen (wuerde auch weiter gehen, wenn einem da im Kopf die Absturzgefahr nicht die letze Zuversicht rauben wuerde). Mit Skiern heißt es da auf gute Klettertechnik und vernuenftige Schuhe setzen, und Skier abschnallen (sowas passiert natuerlich nur selten, weil normalerweise kann man 5-10HM ja auch springen - also nur wenn Landung unmoeglich, was den Nervenkitzel erhoet)
Je steiler desto hoehere Aufkantwinkel muss man fahren, um bergauf Geschwindigkeit abzubuaen. Bei einem Hang mit 45° brauchts also schon gute Technik und hohe Aufkantwinkel, um den Schwung bergauf zur Geschwindigkeitskontrolle zu fahren.
Falsch: je eisiger desto geringer die Bootoutgefahr.
Daher hat man als Snowboarder beim carven auf richtig steilen Haengen auch prinzipiell Vorteile, da man am Snowboard NULL Ueberstand fahren kann. Bei Skiern sind die schmalsten Boots bei rund 10-11cm Aussenbreite, Komfortschuhe zwischen 12-13cm (bezogen auf Standardgroeße Mondo 26.5). Man braeuchte also Skier die 10-11cm breit sind, um auf die selben Aufkantwinkel zu kommen. Hier wuerde man sich aber mit beiden Skiern in den Weg kommen. Die maximalen Aufkantwinkel die mit Skiern gehen sind IMHO 5-10° unter dem was man mit Raceboard schafft.
Ergo mit Skiern wirds spaetestens ab 60° und hartem Schnee (sowas gibts eh nur Offpiste) ordentlich haarig. Mit dem Snowboard hat man hier theoretisch noch eine Chance - das Problem ist halt nur wenn man einmal wegrutscht kann man es nicht mehr auffangen. Bei Puvlerschnee ist es dagegen egal. So kann man mit dem Snowboard auch zur Not mal 5-10HM auch eine Schrofenwand mit 70-80° langsam herunterhupfen (wuerde auch weiter gehen, wenn einem da im Kopf die Absturzgefahr nicht die letze Zuversicht rauben wuerde). Mit Skiern heißt es da auf gute Klettertechnik und vernuenftige Schuhe setzen, und Skier abschnallen (sowas passiert natuerlich nur selten, weil normalerweise kann man 5-10HM ja auch springen - also nur wenn Landung unmoeglich, was den Nervenkitzel erhoet)
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Eine weiter Grenze sind die anderen Skifahrer.
Wenn ich auf einer Schwarzen, die recht steil, "platt" und hart ist, dann brauche ich oft einen grossen Teil der Pistenbreite (grad schwarze sind ja oft nicht extrem breit). Und eben auf diesen Pisten gibt es halt viele "Powerrutscher" oder auch anständige Skifahrer, die aber eher gemütlich fahren.
Bei gecarvten Kurven wird man dort einigermassen schnell und holt die meisten anderen Fahrer längstens nach der halben Piste wieder ein - wenn man das Glück haben sollte, dass tatsächlich mal die halbe Piste frei ist. Und "um die Leute herumcarven" finde ich in diesen Situationen meist heikel, weil ich eben schnell bin und die Linien der Leute oft unberechenbarer als sonst.
Wenn ich auf einer Schwarzen, die recht steil, "platt" und hart ist, dann brauche ich oft einen grossen Teil der Pistenbreite (grad schwarze sind ja oft nicht extrem breit). Und eben auf diesen Pisten gibt es halt viele "Powerrutscher" oder auch anständige Skifahrer, die aber eher gemütlich fahren.
Bei gecarvten Kurven wird man dort einigermassen schnell und holt die meisten anderen Fahrer längstens nach der halben Piste wieder ein - wenn man das Glück haben sollte, dass tatsächlich mal die halbe Piste frei ist. Und "um die Leute herumcarven" finde ich in diesen Situationen meist heikel, weil ich eben schnell bin und die Linien der Leute oft unberechenbarer als sonst.
Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Ich sehe diese Grenze sogar als die entscheidenste. Ab einer Mindestbreite von 20 metern halte ich alle präparierten Pisten für carvbar. Aber eben nur, wenn ich meine persönliche Linie ohne Rücksicht auf andere Personen fahren kann.Martina hat geschrieben:Eine weiter Grenze sind die anderen Skifahrer.
Ansonsten wird halt auch mal schön im Kurzschwung gerutscht...
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Also nach der Reihe:slalomcarver11 hat geschrieben: Jedoch gab es nicht so viel Schnee und teilweise gab es richtig viel Kunstschnee und eisige Passagen. Nun meine Frage: Wie schaltet ihr um wenn ihr von einer recht flachen, "einfachen", griffigen Unterlage plötzlich auf eine steile, sehr hart bis eisige Unterlage kommt? Kann man das Carven vergessen? Wirft man einfach die Beine in die Kurve (Andriften)? Wie kann ich wenigstens ein paar Bögen auf der Kante fahren, ohne zu schnell zu werden? Ist der Kurzschwung die einzige Option?
... wenn ihr ... auf eine steile, sehr hart bis eisige Unterlage kommt?
1) Sowohl Innen- und Außenski belasten (carven lediglich über den Außenski wie man es häufig auf der Piste antrifft führt hier meist zum wegrutschen des Außenskis)
2) Zentrale Position über den Ski suchen - evtl. über den Zehnballen zusätzlichen Druck auf die Schaufel ausüben (Achtung! - nicht zu viel sonst sticht man den Schwung ab), da man vor allem bei kurzen Kantenlängen (z.B. Slalomski) über die Schaufel eine Spur ins Eis "schneiden" muss
3) Auf keinen Fall versuchen den Ski mit Gewalt aufs Eis zu drücken - die meisten Personen können die für solche Bedingungen notwendigen Aufkantwinkel nicht erreichen wodurch sinnloses drücken auf den Ski (insbesondere den Aussenski) nur zum Wegrutschen führt
Kann man das Carven vergessen? Wirft man einfach die Beine in die Kurve (Andriften)?
Am Beginn ist es oft einfacher kurze Carvingschwunge zu fahren bei denen man sich nie mehr als 45% aus der Falllinie dreht, da dabei ein höhere Druck auf die Kanten entsteht und man eher das Gefühl fürs carven auf Eis bekommt
Wie kann ich wenigstens ein paar Bögen auf der Kante fahren, ohne zu schnell zu werden? Ist der Kurzschwung die einzige Option?
Man wird unter solchen Bedingungen immer recht schnell aber wenn man mal das Gefühl fürs Eis hat kann man Schwünge länger ausziehen bzw. zwischendurch immer mal wieder Schwünge andriften (das Andriften unter solchen Bedingungen erfordert einiges an Übung, da man schlagartig wieder in eine "Carvingposition" wechseln muss um genügend Grip auf Eis zu bekommen)
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Wer Tipps dazu braucht: auf You Tube gibt es einen Beitrag von Bode Miller dazu..
Meine Erfahrung:
Je steiler und eisiger, desto höher der Kantwinkel
Je steiler und eisiger, desto wichtiger ist es, konsequent die Knie vorne zu haben
Wenn steil immer mit viel Schaufeldruck auf den Aussenschi den Schwung beginnen, sonst wird man zu schnell bzw. unkontrolliert und es bleibt nur übrig den Schwung weiter ausfahren (Platz!)
Grundsätzlich bei Eis: konsequenter starker kurzer Kantendruck, dann lockern und gefühlvoll weiterfahren; ein bißchen Mut ist also schon gefragt...
Grundsätzlich bei Eis: Hs. Druck am Aussenschi (Talschi) bzw. Körperposition über dem Talschi
Meine Erfahrung:
Je steiler und eisiger, desto höher der Kantwinkel
Je steiler und eisiger, desto wichtiger ist es, konsequent die Knie vorne zu haben
Wenn steil immer mit viel Schaufeldruck auf den Aussenschi den Schwung beginnen, sonst wird man zu schnell bzw. unkontrolliert und es bleibt nur übrig den Schwung weiter ausfahren (Platz!)
Grundsätzlich bei Eis: konsequenter starker kurzer Kantendruck, dann lockern und gefühlvoll weiterfahren; ein bißchen Mut ist also schon gefragt...
Grundsätzlich bei Eis: Hs. Druck am Aussenschi (Talschi) bzw. Körperposition über dem Talschi
Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
dann sind wir aber wieder beim Hueftknick.Eis: Hs. Druck am Aussenschi (Talschi) bzw. Körperposition über dem Talschi
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Warum nicht???orazio hat geschrieben:dann sind wir aber wieder beim Hueftknick.
Na hui,hui- stimmen die "Österreicher" hier etwa mit in den deutschen Lehrplan ein?karntnerbua hat geschrieben:Wenn steil immer mit viel Schaufeldruck auf den Aussenschi den Schwung beginnen, sonst wird man zu schnell bzw. unkontrolliert und es bleibt nur übrig den Schwung weiter ausfahren (Platz!)



Zitat:Druckaufbau so früh wie möglich auf der Innenkante des neuen Aussenskis.....
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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
Immer das Gelaber um die Schilehrpläne...
Ich stimme diesem nicht zu, denn ich kenne ihn nicht und er ist mir auch ziemlich egal...

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Re: Carvingtechnik im eisigen Steilhang
i a nedkarntnerbua hat geschrieben:denn ich kenne ihn nicht
