Immer die Frage nach der Länge! Und das Körpergewicht???

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NickNamelezz

Immer die Frage nach der Länge! Und das Körpergewicht???

Beitrag von NickNamelezz » 17.01.2005 22:43

Hallo Ihr da!

Erst mal muss ich sagen, dass dieses Forum genial ist!
Ich habe im Internet überall nach Testberichten gesucht, aber das andere ist ja alles :( ! Entweder nur 2 Sätze oder man muss löhnen :x !

Ich hätte eine ganz kurze Frage, die möglichst schnell beantwortet werden müsste:

War gerade beim Ski-Dealer und wollte mir mal kurze Ski kaufen! So 150 oder 160 cm! Ich selber bin 1,83 m! Jetzt sagt der Verkäufer zu mir, der eigentlich ganz gut war, dass diese 150er für mich zu kurz seien! Nicht wegen der Länge im allgemeinen, sondern vom Gewicht her!?!?!? Er sagte, er würde einen so kurzen Ski einer jungen Dame mit 60 kg empfehlen!? Ich wiege allerdings 82 kg! Wasn jez Sache???

Wer kann mir hier BITTE helfen?
Ich will Allrounder, mit denen ich auch Fun haben kann!

Ich habe zur Auswahl:

- HEAD C120, Länge 150, 160, 170
- HEAD C140, Länge 160, 170
- ATOMIC C9, Länge 150, 160, 170, 180

Logischerweise sind die ATOMIC die besten, aber auch die teuersten!
Kann ich jetzt nicht den HEAD C120 mit 150 oder 160 Länge nehmen, weil mir der zu sehr flattert und weil ich zu schwer bin??????????? Ich zu schwer? Ich habe Idealgewicht! :lol:


BITTE UM ANTWORTEN!!!!
Vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1


NickNamelezz aus Niederbayern 8)

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Uwe
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Beitrag von Uwe » 18.01.2005 00:21

Hi NickNamelezz,

also die Head 120, 140 sind Skier für den Anfängerbereich und deshalb auch relativ weich ... und in 150 cm wirklich nix.

Der Atomic C9 ist schon ein guter Allrounder, wobei auch hier wahrscheinlich 150cm zu wenig sind, weil der Ski dafür nicht torsionssteif genug ist.

Würdest Du aber z.B. einen torsionssteifen (verwindungssteifen) Performance-Slalomcarver zB den SL von Elan oder den RC4 Race Sl nehmen, DANN würden 150 cm reichen.

... obwohl ich selbst schon eher zu 160cm tendieren würde; die 150 cm müssen SEHR sauber gefahren werden ...
Uwe

NickNamelezz

Beitrag von NickNamelezz » 18.01.2005 00:51

> also die Head 120, 140 sind Skier für den Anfängerbereich und deshalb auch relativ weich ... und in 150 cm wirklich nix. <


Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Ich dachte, es gibt keine "schlechten" Ski mehr? Hast du geschrieben!? :wink:

Übrigens möchte ich mich als "Wieder"-Anfänger bezeichnen! Bin das letzte Mal vor ca. 17 Jahren gefahren...


Und wenn ich mich dann doch für die C120 oder dann die C140 entscheiden würde? Bin ja kein Profi! Will aber natürlich auch keine "schlechten" Ski!

Ich sehe das immer ein bisschen anders:
Vor einem Jahr waren die C120 noch gut, weil es noch keinen C140 gab...



Thanx a lot! :-D
NN

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Beitrag von donmeli » 18.01.2005 08:58

NickNamelezz hat geschrieben:>
Ich dachte, es gibt keine "schlechten" Ski mehr? Hast du geschrieben!? :wink:
Ich glaube kaum das Uwe meint die skier seien schlecht sondern eher das sie fuer dich gewichtsmaessig nicht taugen. weil sie weich sind .
Nicknamelezz hat geschrieben: Vor einem Jahr waren die C120 noch gut, weil es noch keinen C140 gab...
Die Serie Ic von Head gibt es komplett von 120 bis 300 ( 120-160-180-200-300) ) schon seit Jahren , je hoeher die Zahl umso "sportlicher " faellt der ski aus. Der 140 ist also kein Nachfolger des Ic 120.Ich habe den IC160 letztes Jahr ausprobiert und muss sagen das er mich begeistert hat . Ich tendiere zu der Meinung das dir ,als wieder Einsteiger, der IC 160 besser liegt als die anderen beiden. Von der laenge her halte dich an dem was dir Uwe schon gesagt hat .
Gruss Vaggelis.
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Beitrag von Uwe » 18.01.2005 09:52

NickNamelezz hat geschrieben:Übrigens möchte ich mich als "Wieder"-Anfänger bezeichnen! Bin das letzte Mal vor ca. 17 Jahren gefahren...
...dann wirst Du wahrscheinlich schnell Fortschritte machen und Dich in wenigen Tagen vom langsam fahrenden Anfänger zum zügig fahrenden Fortgeschrittenen entwickeln.
Du kannst natürlich für die ersten Tage die Head kaufen, und Dir für die nächsten Tage den Atomic holen ...
Gerade in Deinem Fall wäre es aber ratsam, dass Du Dir im Skigebiet Skier ausleihst (erst 150 cm Einsteiger dann 150 - 160 cm Allrounder) mit der Option, den passenden Ski (unter Anrechnung der Leihgebühren) günstig zu kaufen.

Wenn Du natürlich unbedingt einen Ski kaufen möchtest, dann eher den C.9, denn die "guten" Head werden mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit für DICH nicht mehr "gut" genug sein ;-)
Uwe

Gast

Beitrag von Gast » 18.01.2005 11:37

NickNamelezz hat geschrieben:Übrigens möchte ich mich als "Wieder"-Anfänger bezeichnen! Bin das letzte Mal vor ca. 17 Jahren gefahren...
Tach zusammen!

Nur mal so, von Wiedereinsteiger zu Wiedereinsteiger. :-)

Mein Skilehrer hatte mir damals (1998) einen sehr weichen ca. 1,65m (Leih)Carvingski zum Einstieg empfohlen, was eine sehr gute Idee war. Unter guter Anleitung waren allerdings auch die Fortschritte entsprechend und dieser "Lernski" war dann auch nach gerade mal 10 Skitagen ausgereizt.

Derartig motiviert hatte ich mir für die nächste Saison eigene Skier zugelegt - und mich anschliessend im wesentlichen geärgert. Eigenes Halbwissen in Technikfragen aus diversen Ski-Tests, optimal schlechte Beratung durch den Verkäufer - und schon hatte ich den falschen und teuren Ski an den Füssen. Damit machte man zwar keine fahrerischen Fortschritte mehr, aber das Fluchen klappte hinterher umso besser. :-D Und auf der Hütte war's ja auch ganz nett...

Also, wieder was gelernt und dann endlich die Erste Regel des Skikaufs befolgt: Niemals, NIEMALS einen Ski kaufen, den man nicht selbst getestet hat - ob Anfänger oder was auch immer.

Nachdem ich dann 6 Paar Skier unterschiedlicher Härte in 4 Tagen im Skigebiet ausprobiert hatte, war auch der Richtige für mich gefunden. Ab der folgenden Saison hatte ich dann einen Head-WC-Ti-SL-oder-so in 1,50m an den Füssen (bei 1,81/75kg, vorwiegend carving, moderate Geschwindigkeiten, nur Piste). Seitdem fahre *ich* den Ski und nicht umgekehrt. Fun ohne Ende. Das ist jetzt mein ganz persönlicher Referenzski im Hinblick auf Flex und Torsion. Sowas kann man aber nur selbst "erfahren".

Die schon angesprochene "sehr saubere Fahrweise" sollte man bei einem Ski dieser kürze allerdings tatsächlich beherzigen bzw. darauf hinarbeiten. Besser mal schauen, ab man damit klarkommt. Andererseits wird nix so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Grundsätzlich sind Protektoren beim Skifahren sowas wie "gute Freunde". ;-)

Wirklich qualitativ schlechte Ski sind mir in letzter Zeit auch nicht begegnet, eher so manche ungeeignete... *g

Grüße,

Manfred / NRW

NickNamelezz

Beitrag von NickNamelezz » 18.01.2005 11:53

Viiieeelen Dank!

Ihr habt mir sehr (schnell) geholfen!



LG
NN

Martina
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Beitrag von Martina » 18.01.2005 19:43

@Manfred

Das ist ja mal ein wirklich schöner Beitrag aus dem "richtigen Leben". Hoffentlich lesen das vielen, nicht dass man meint, es sei eine faule Ausrede, dass wir immer schreiben: testen, testen, testen!

Gast

Beitrag von Gast » 20.01.2005 23:13

@ Martina

Naja, eigentlich sollte jeder, der seine Sinne beisammen hat, dies als guten Rat erkennen können. ;-) Aber... selber testen bedeutet zunächst auch mal Aufwand und das nicht zu knapp. Sich fundiertere Kenntnisse jenseits der Hochglanzprospekte und Magazine anzueignen kostet Zeit, mögliche Kandidaten auszusuchen ebenfalls und Ausleihen kostet Geld. Zeit will man sich evtl. nicht nehmen (ist ja Urlaub!), Geld will man sparen - also verlässt man sich auf die gnitekraM-Strategen und Orakel (=Skifinder) der Skiindustrie - und ist (meistens) verlassen. Die freuen sich, denn diese Kunden kommen höchstwahrscheinlich öfter und zahlen mehrfach. :-)

Sechs Paar Ski in vier Tagen testen hört sich locker und flockig an, der Aufwand war aber schon recht hoch - nicht jeder hat die Alpen vor der Haustür. Ein paar glückliche Umstände und diverse Telefonate mit dem Verleiher waren auch nötig, um sozusagen trocken und auf empirischer Basis die Skier zusammenstellen zu können, die man dann im Skigebiet auch ausleihen konnte. Die Belohnung für den Aufwand erwarte ich dann zukünftig, wenn es wieder heissen sollte: welcher Ski solls denn diesmal sein? Aber davon mal abgesehen, es hat auch Spass gemacht. :-)

Ok, möglicherweise trage ich hier gerade Eulen nach Athen... ;-)

Manfred / NRW

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Beitrag von Martina » 21.01.2005 09:50

Ja, da hast du schon recht.
Ich glaube,es gibt da verschiedene Wege:

1) Man geht zum Skihändler seines Vertrauens und vertraut seiner Beratung, kauft den Ski und denkt dann nicht weiter über Material nach.
2) Man kauft ein Schnäppchen, freut sich über den guten Preis und denkt dann auch nicht weiter über Material nach.
3) Man informiert sich, so gut es geht (Internet, Bekannte, Verkäufer, Testberichte), kauft seinen Favoriten und ist dann glücklich damit.
4) Man informiert sich vorher, sucht sich einige Favoriten raus, erkundigt sich vorher im Ferienort, wo man diese Testen kann und probiert sie alle aus.
5) Man geht an der Tal-/Bergstation ins Test-/Verleihcenter (gibts in allen grösseren Skigebieten)und mietet sich Ski für einen Tag. Im Verlauf des Tages kann man mehrmals das Modell wechseln. Man beschränkt sich beim Testen auf die vorhandenen Modelle und kauft dann seinen Favoriten.
6) Man geht im Skiort zu einem Skihändler, der einem empfohlen wurde oder der nett wirkt, bittet darum, Skis testen zu können. Wenn man den Ski dann auch dort kauft, dann kostet das nichts (sonst einen anderen Laden berücksichtigen). Die von ihm angebotenen Modelle testen, sich für einen entscheiden.

1) und 2) kann sehr gut laufen, es kann aber auch passieren, dass man mit völlig ungeeigneten Material unterwegs ist.
3) und 4) ist aufwendig, führt aber meistens dazu, dass man zumindest das Gefühl hat, den besten Ski gefunden zu haben. Ich bin oft verblüfft, was Feriengäste alles über Material wissen (und welche Marketingsprüche sie widergeben können...). Dann wird wie wild getestet und geredet... aber ... naja... muss nicht zwingend das beste Vorgehen sein. Oft wissen solche Leute enorm viel und reden wie die Weltmeister, dabei merken sie vor lauter blabla nicht, ob sich der Ski gut anfühlt (damit meine ich nicht dich, Manfred, ich kenne dich ja nicht!). Allerdings ist es verständlich, dass man, wenn man irgendwo im trüben Deutschland sitzt und nicht zum Skifahren kommt, sich wenigstens damit auseinandersetzten will.
5) und 6) würde ich am ehesten empfehlen. Es ist nicht übertrieben aufwendig und man kann sich wirklich auf sein Gefühl verlassen. Es kann schon passieren, dass man an einen Gauner von Skihändler gerät, aber es ist zu hoffen, dass das nicht häufig vorkommt. Bei 5) kann man es meist ausschliessen.

Aber jeder muss natürlich selber wissen, was er macht!
Ich finde, es ist enorm schwierig, jemanden bezügl. Skis zu beraten. Manchmal kommt es vor, dass ich mit jemandem fahre und meine, der und der Ski könnte passen. Aber ich habe auch nicht immer recht.

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