Sulzige Bedingungen bezwingen
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Ich weiß noch, wie ich mich dem Problem genähert habe:
Ich bin häufig auf Pisten gefahren, wo es glatten und eisigen Untergrund mit Sulzbuckeln gab (klassische Frühjahrskunstschneepiste).
Am Anfang bin ich immer auf dem Eisigen geblieben und habe die Haufen umfahren. Irgendwie hab ich mich auf dem glatten besser gefühlt.
Irgendwann hab ich angefangen, die Sulzbuckel zum "Bremsen" zu verwenden, also den Rand des Buckels (häufig die hintere Flanke) angesteuert, dort gedreht um langsamer zu werden. Dann hab ich bewußt einen einzelnen Haufen mittig angesteuert und habe auf dem Buckel gedreht. Anschließend nur noch von Sulzhaufen zu Sulzhaufen.
Kannst du damit was anfangen?
Ich bin häufig auf Pisten gefahren, wo es glatten und eisigen Untergrund mit Sulzbuckeln gab (klassische Frühjahrskunstschneepiste).
Am Anfang bin ich immer auf dem Eisigen geblieben und habe die Haufen umfahren. Irgendwie hab ich mich auf dem glatten besser gefühlt.
Irgendwann hab ich angefangen, die Sulzbuckel zum "Bremsen" zu verwenden, also den Rand des Buckels (häufig die hintere Flanke) angesteuert, dort gedreht um langsamer zu werden. Dann hab ich bewußt einen einzelnen Haufen mittig angesteuert und habe auf dem Buckel gedreht. Anschließend nur noch von Sulzhaufen zu Sulzhaufen.
Kannst du damit was anfangen?
- Herbert Züst
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Sulz fahren bedingt eine gewisse Grundtechnik und Können auf der Piste. Ist dies vorhanden, muss auch ,um kräftesparend zu fahren , eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden, was wiederum ein gewisses Selbstvertrauen und Mut voraussetzt. Für mich ist Sulz an einem sonnigen Frühlingstag der absolute Traumschnee.
Gruss Herbert
Gruss Herbert
Herbert
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Meiner Erfahrung nach decken Probleme bei schwierigeren Verhältnisse häufig technische Probleme auf, die bei einfacheren Verhältnissen überspielt werden können.
Häufige Ursache bei Problemen im Sulz ist Rücklage/ fehlende Position im Gleichgewicht. Brennende Oberschenkel können ein Hinweis darauf sein.
Diese könne auch auf eine Fahreweise, die zu stark mit Kraft agiert, hindeuten.
Beides sind Dinge, die sich im schwereren Schnee negativ auswirken.
Ob sie jedoch bei dir zutreffen, kann man nicht sagen, ohne dich fahren zu sehen.
Es ist auch möglich, dass du im Sulz zu zögerlich fährst und zu sehr ein Plätzchen für deine Kurve suchst.
Häufige Ursache bei Problemen im Sulz ist Rücklage/ fehlende Position im Gleichgewicht. Brennende Oberschenkel können ein Hinweis darauf sein.
Diese könne auch auf eine Fahreweise, die zu stark mit Kraft agiert, hindeuten.
Beides sind Dinge, die sich im schwereren Schnee negativ auswirken.
Ob sie jedoch bei dir zutreffen, kann man nicht sagen, ohne dich fahren zu sehen.
Es ist auch möglich, dass du im Sulz zu zögerlich fährst und zu sehr ein Plätzchen für deine Kurve suchst.
Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Hallo Martina,
Das ist GENAU das, was ich eigentlich mit meinem Post sagen wollte...
Viele Grüße
skiingman
Martina hat geschrieben:Es ist auch möglich, dass du im Sulz zu zögerlich fährst und zu sehr ein Plätzchen für deine Kurve suchst.

Das verstehe ich nicht so ganz. M.E. kommen brennende Oberschenkel von der Haltearbeit, die der Muskel bei einer im Kniegelenk gebeugten Haltung zu leisten hat. Wie kann ich dabei zuviel Kraft aufwenden? Ist die nicht primär von den entstehenden Kreiselkräften abhängig? Bei all den Aktionen, wo man tatsächlich gerne zuviel Kraft aufwendet, (z.B. den Ski zu drehen als selbst drehen zu lassen) wendet man doch eigentlich nicht primär Oberschenkelkraft an, oder?Martina hat geschrieben: Brennende Oberschenkel können ein Hinweis darauf sein. Diese könne auch auf eine Fahreweise, die zu stark mit Kraft agiert, hindeuten.
Viele Grüße
skiingman
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Das könnte sehr gut sein, da ich doch sehr oft vergebens den "richtigen" Weg für mich "suche". Versuche immer dann ziemlich zögerlich den dicken Sulzhaufen mehr oder weniger auszuweichen, was mich dann immer aus dem Konzept bringt. Denke das im Einklang mit der höchstverscheinlich nicht optimalen Körperposition könnte wohl der Hauptgrund sein, warum ich es nicht zu meiner Zufriedenheit bewältigen kann...Martina hat geschrieben: Es ist auch möglich, dass du im Sulz zu zögerlich fährst und zu sehr ein Plätzchen für deine Kurve suchst.
Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Hallo Basti,
ich hatte auch einige zeit probleme mit sulze, weil ich unter diesen bedingungen mit zu offener skiführung gefahren bin.
bei sulze fahre ich immer mit engerer skiführung. bei offenerer skiführung hast du ständig unterschiedliche rechts/links belastungen, weil ein ski den haufen trifft, der andere vielleicht nicht. das muss man dan irgendwie kompensieren (ist es vielleicht das, was dir probleme bereitet ? )
bei engerer skiführung federn beide beine die stöße wie zwei parallele stossdämpfer ab.
wenn die haufen nicht zu dicke sind, kann man die auch als kleine sprungschanzen nutzen
. ansonsten bleibe ich in den knien möglichst weich, um die stöße abzufangen.
ich glaube auch, dass man spätestens bei sulze oder leichten buckeln mit irgendwelchen belastungswechsel-techniken gegen den poller läuft, weil sich allein durch die piste, selbst bei engerer skiführung, die rechts/links-belastung zu schnell ändert. die kurven leite ich mit stockeinsatz, körperkippen und einer leichten rotation des oberkörpers ein.
und wie martin schon geschrieben hat: immer deutlich im voraus schauen
wie gesagt, bezieht sich auf sulze /sulzhaufen...mir hats sehr geholfen
reine buckelpiste ist noch ne andere sache
gruss holger
ich hatte auch einige zeit probleme mit sulze, weil ich unter diesen bedingungen mit zu offener skiführung gefahren bin.
bei sulze fahre ich immer mit engerer skiführung. bei offenerer skiführung hast du ständig unterschiedliche rechts/links belastungen, weil ein ski den haufen trifft, der andere vielleicht nicht. das muss man dan irgendwie kompensieren (ist es vielleicht das, was dir probleme bereitet ? )
bei engerer skiführung federn beide beine die stöße wie zwei parallele stossdämpfer ab.
wenn die haufen nicht zu dicke sind, kann man die auch als kleine sprungschanzen nutzen

ich glaube auch, dass man spätestens bei sulze oder leichten buckeln mit irgendwelchen belastungswechsel-techniken gegen den poller läuft, weil sich allein durch die piste, selbst bei engerer skiführung, die rechts/links-belastung zu schnell ändert. die kurven leite ich mit stockeinsatz, körperkippen und einer leichten rotation des oberkörpers ein.
und wie martin schon geschrieben hat: immer deutlich im voraus schauen
wie gesagt, bezieht sich auf sulze /sulzhaufen...mir hats sehr geholfen
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gruss holger
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
eine frage OT: sagt man bei euch sulze zu sulzschnee? ich habe den ausdruck in diesem zusammenhang noch nie gehört. das wort sulz leitet sich vom mittelhochdeutschen 'sulz' für salz ab, als sulze auch sülze wurde und wird eine salzige wasserlösung bezeichnet.Carvi hat geschrieben:ich hatte auch einige zeit probleme mit sulze...
nicola
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
mit sulze meinte ich die schneebedingungen, die sich bei starker sonneneinstrahlung ergeben...der typisch wässerige schwere schnee, bei dem die aufgeschobenen schneeehaufen noch nicht die härte von echten buckeln haben. war zumindest so von mir gemeint..
hoffe, ich hab das nun nicht alles falsch verstanden
holger
hoffe, ich hab das nun nicht alles falsch verstanden

holger
- axisofjustice
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Re: Sulzige Bedingungen bezwingen
Zwei Dinge, die ich beim Sulzfahren für mich wichtig finde:
- Vor dem Losfahren grob den nächsten Hang "planen", d.h. sich eine grobe Linie suchen.
- Keine krampfhafte Rhythmusvorgabe, sondern vorausschauend planen und Schwungfrequenz ständig anpassen/variieren. Es ist immer schön, wenn Leute einen Rhythmus durchhalten können, aber die Steigerungsform davon ist eine geländeangepasste Schwungfrequenz, bei der somit auch das Tempo geringfügig variiert.
- Vor dem Losfahren grob den nächsten Hang "planen", d.h. sich eine grobe Linie suchen.
- Keine krampfhafte Rhythmusvorgabe, sondern vorausschauend planen und Schwungfrequenz ständig anpassen/variieren. Es ist immer schön, wenn Leute einen Rhythmus durchhalten können, aber die Steigerungsform davon ist eine geländeangepasste Schwungfrequenz, bei der somit auch das Tempo geringfügig variiert.
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B. Miller
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