So, jetzt mal wieder eine Antwort vom Stein des Anstoßes
Ich war heute zum ersten mal auf Skiern gestanden. Bin in den bayerischen Wald gefahren, zum Pröller. Das ist nur ca. 90 Minuten weg von mir und erschien mir für den Einstieg doch mal das Beste zu sein.
Ich habe 2 Stunden Einzelunterricht gehabt.
Es ging ganz von vorne los, mit den wohl üblichen Übungen, erst mal mit Skischuhen seitwärts nen Hügel hoch, dann runter, dann erst mal auf einem Ski, dann auf zwei etc.
Dann versuchen, ein Hindernis zu umfahren, rechts herum, link herum und so gleich zu bremsen.
Das ganze ging überraschend gut. Ich bin die zwei Stunden sturzfrei durchgekommen (zwar manchmal nur mit massiven Ausgleichen mit den Armen, aber immerhin

).
Ich bin echt sehr zufrieden, klar, es war erst der Anfang und es gilt noch sehr viel zu lernen. Aber ich bin sehr glücklich, dass ich mich zum Skifahren "durchgerungen" habe.
Wie gesagt, ich stehe erst am Anfang und ich bin mir jetzt fast schon sicher, dass man auch noch mit 31 Jahren das Sikfahren so erlernen kann, dass man ne normale Skipiste runterfahren kann. Mehr will ich auch gar nicht.
Es gilt jetzt erst mal weiter ein Gefühl für die ganze Sache zu entwickeln.
Eine witzige Situation gab es allerdings. Bevor wir zum Hindernis umfahren angesetzt haben, meinte mein Skilehrer, jetzt lernen wir mal, wie man mit nem V bremst. Ich stand also am Hang, will das V nach vorne machen und schon ging's ab die Post, den Hügel runter (war ja nicht weit, nur ein paar Meter), dann eben gleich links um das Hindernis herum zur Bremsung angesetzt (sonst wär's gerade aus weiter auf den Parkplatz gegangen...)
Da meinte mein Skilehrer, "ok, also wenn Du das schon kannst, dann können wir uns die V-Bremsung sparen, das links herum bremsen ist viel besser"

Na gut, das klappte echt gut, nur, ich hatte ne falsche Technik. Das muss ich jetzt erst mal lernen, wenn ich quasi links um ein Hindernis rumfahre und zum Stilstand komme, dass ich dann den Oberköper zwar links drehe, aber mich dennoch nach rechts beuge um so Druck auf den rechten Ski zu bringen. Das ist für mich ne ziemlich unnatürliche Bewegung. In dem Moment, wo ich versuche den Oberkörper beim links fahren nach rechts zu bringen, so dass die rechte Hand quasi am rechten Skischuh ist und die linke hand in die Luft zeigt, geht die Fußstellung weg und ich fahre gerade aus.
Wenn ich dagegen nach links gebeugt bin beim links rum fahren, klappt das auch... ist aber wohl für später schlecht.
Das muss ich also jetzt noch üben. Aber ansonsten hat's schon Spaß gemacht

Ich stand übrigens ca. 70 Minuten erst mal auf kleinen Skis dann auf den Swing. Klar, ist schon ein ziemlicher Unterschied, aber ich bin sehr froh, dass ich den Ski ergattern konnte.
Abschließend, Beate hat mit ihrer Einstellung, erst mal Leihskis zu nehmen etc. sicher genau so recht, wie Nicola, wenn sie sagt, ok, wenn Du nen Ski kaufen willst, dann kauf Dir eine, aber möglichst einen geeigneten.
Nur, die Art und Weise, wie beide das kommuniziert haben, war eben recht "verschieden"... Ich glaube nicht, dass Nicola oder andere, die beim Skikauf beratend zur Seite gestanden haben, in dieser Art Leuten, die nach Leihski gefragt hätten, etwas "entgegengeschmettert" hätten, so nach dem Motto "Dir ist nicht mehr zu helfen".
Ich glaube, es war nicht die dahinter stehende sachliche Botschaft Leihski vs. Kaufski, sondern die Art, wie in erster Linie ich als jemand, der einfach nur Ski kaufen möchte, dafür teils "angegangen" wurde.
Wie gesagt, ich möchte das ganze nicht zu hoch spielen. Jeder hatte ja schließlich ein bisschen Recht, man sollte es aber dann letztlich "verträglich" kommunizieren.