BBR-Andy hat geschrieben:Wenn ich den Schwerpunkt im letzten Drittel tief nach hinten/innen leg und damit die Kurve mit maximalem Druck zuziehe...
...verlierst du die Kontrolle über die Ski. Die Grundposition ist immer neutral! Von da aus wird - wie bereits wunderbar formuliert - nach vorne gearbeitet.
Ideal lässt sich das auch im Trockenen üben. Mit Skischuhen auf unstabilem Untergrund (Kippelbretter, auf Massagekissen oder, wer sich traut, auf grossen aufblasbaren Fitnessbällen. Dabei wird die Balance und die Arbeit mit den Fussgelenken trainiert. Wenn du bei solchen Übungen den Schwerpunkt, wie BBR-Andy, nach hinten verlegst, bist du weg. Und so geht's einem auch wenn man SL Ski mit Rücklage fährt. Absoluter Kontrollverlust, keine Tempokontrolle, die Ski lassen sich nicht steuern und bei der ersten Geländekante fliegst du ab.
Parkski, mit zentralerer Bindungsposition dulden Rücklage. Das hilf, wenn man nach Spins mit zu viel Gewicht nach hinten landet. Solche Ski und das fahren auf Boxen, Rails usw. schulen übrigens die Balance und eine neutrale Grundposition ungemein. Gelingen doch Drehungen auf Obstacles nur wenn man sauber auf dem Ski steht. Zu weit vorn oder hinten und du fällst vom Rail.
Auch im Tiefschnee gilt - niemals Rücklage. Hier zeigt sich am besten wer sauber auf dem Ski steht. Oft sieht man ja das typische Bild: Man(n) versucht mit dem Schwerpunkt weit hinten, unkoordiniertem Füdlischwänke und wildem Rumgefuchtel der Arme Kurzschwünge neben der Piste zu machen. Die Ski fahren aber nur geradeaus und Man(n) fällt hin.