Lehrprobe zum Übungsleiter
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Lehrprobe zum Übungsleiter
hallo liebe community!
ich bereite mich im moment auf meine übungsleiter lehrprobe vor und habe die aufgabe: "Bringe deinen Schülern bei, das Tempo und die Spuranlage zu kontrollieren."
Jedoch weiß ich nicht genau, was für aufgaben ich stellen sollten, um das lernziel zu erreichen.
Zielgruppe: Anfänger
mein ansatz ist :
1. mithilfe der zweiten FIS Regel die wichtige Bedeutung der Geschwindigkeit zu verdeutlichen
2. die 2 arten der geschwindigkeitskontrolle ansprechen: aktives bremsen (bis zum stillstand) und durch kurvenfahren
aktives bremsen:
2.1. die notbremsung bei skifahren zu erklären/demonstrieren (-> im falle eines kontrollverlustes der geschwindigkeit)
2.2 den "normalen" bremsvorgang erläutern/ zeigen ( pflugstellung/bremsen im parallelschwung)
kurvenfahren:
2.3 durch variation des kurvenwinkels das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.4 durch variation des kurvenradius das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.5 ggf. bei variationsarten kombinieren ( radius und winkel während einer fahrt variieren)
Meint Ihr, dass ich Aufgabe durch mein Programm erfülle oder eher in andere Technikfelder abschweife ? Ich würde mich sehr über kritische Rückmeldungen, Tipps sowie Verbesserungsvorschläge freuen!
Vielen Dank im Voraus und skiheil!
ich bereite mich im moment auf meine übungsleiter lehrprobe vor und habe die aufgabe: "Bringe deinen Schülern bei, das Tempo und die Spuranlage zu kontrollieren."
Jedoch weiß ich nicht genau, was für aufgaben ich stellen sollten, um das lernziel zu erreichen.
Zielgruppe: Anfänger
mein ansatz ist :
1. mithilfe der zweiten FIS Regel die wichtige Bedeutung der Geschwindigkeit zu verdeutlichen
2. die 2 arten der geschwindigkeitskontrolle ansprechen: aktives bremsen (bis zum stillstand) und durch kurvenfahren
aktives bremsen:
2.1. die notbremsung bei skifahren zu erklären/demonstrieren (-> im falle eines kontrollverlustes der geschwindigkeit)
2.2 den "normalen" bremsvorgang erläutern/ zeigen ( pflugstellung/bremsen im parallelschwung)
kurvenfahren:
2.3 durch variation des kurvenwinkels das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.4 durch variation des kurvenradius das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.5 ggf. bei variationsarten kombinieren ( radius und winkel während einer fahrt variieren)
Meint Ihr, dass ich Aufgabe durch mein Programm erfülle oder eher in andere Technikfelder abschweife ? Ich würde mich sehr über kritische Rückmeldungen, Tipps sowie Verbesserungsvorschläge freuen!
Vielen Dank im Voraus und skiheil!
- LincolnLoop
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Was ist unter "Anfänger" zu verstehen?
Dein Ansatz ist durchaus gut (auch wenn ich den Notsturz jetzt nicht unbedingt unter "Tempo- und Spurkontrolle" dranbringen würde). Den Punkt "Kurvenfahren" würde ich persönlich ohne große Erklärungen nahezu komplett über Formations-/Synchronfahren aufbauen.
Dein Ansatz ist durchaus gut (auch wenn ich den Notsturz jetzt nicht unbedingt unter "Tempo- und Spurkontrolle" dranbringen würde). Den Punkt "Kurvenfahren" würde ich persönlich ohne große Erklärungen nahezu komplett über Formations-/Synchronfahren aufbauen.
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Hallo schneemann,
grundsätzlich fände ich das OK, allerdings hast Du Anfänger, und da stellt sich die Frage, ob 2.5 nicht schon zuviel des Guten wäre. Hingegen können Geländeformen auch schon für Anfänger hilfreich sein, wenn vorhanden, würde ich diese mit einbeziehen.
Notbremsung zum Stillstand würde ich evtl. sogar ganz rauslassen, sondern stattdessen in der Einleitung erwähnen, daß Ihr das bereits geübt habt ("Kann's noch mal jemand aus der Gruppe kurz beschreiben?") und jetzt auf Bremsmöglichkeiten während der Fahrt zur Geschwindigkeitskontrolle eingeht. Damit setzt Du das einfach voraus und teilst es (dem Dich benotenden Ausbilder) auch mit. Das gibt Dir dann etwas mehr Zeit: im Thema steht "Bringe bei" (nicht zB "Zeige auf" o.ä.), da solltest Du Dir neben der Demonstration auch passende Übungen mit Feedback an die Teilnehmer überlegen.
edit: LL war schneller, Synchronfahren fände ich auch nicht schlecht, Formation geht bei Anfängern nicht. Trichter fahren wäre auch zB eine Möglichkeit.
Grüße,
Hosky
grundsätzlich fände ich das OK, allerdings hast Du Anfänger, und da stellt sich die Frage, ob 2.5 nicht schon zuviel des Guten wäre. Hingegen können Geländeformen auch schon für Anfänger hilfreich sein, wenn vorhanden, würde ich diese mit einbeziehen.
Notbremsung zum Stillstand würde ich evtl. sogar ganz rauslassen, sondern stattdessen in der Einleitung erwähnen, daß Ihr das bereits geübt habt ("Kann's noch mal jemand aus der Gruppe kurz beschreiben?") und jetzt auf Bremsmöglichkeiten während der Fahrt zur Geschwindigkeitskontrolle eingeht. Damit setzt Du das einfach voraus und teilst es (dem Dich benotenden Ausbilder) auch mit. Das gibt Dir dann etwas mehr Zeit: im Thema steht "Bringe bei" (nicht zB "Zeige auf" o.ä.), da solltest Du Dir neben der Demonstration auch passende Übungen mit Feedback an die Teilnehmer überlegen.
edit: LL war schneller, Synchronfahren fände ich auch nicht schlecht, Formation geht bei Anfängern nicht. Trichter fahren wäre auch zB eine Möglichkeit.
Grüße,
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- LincolnLoop
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Deshalb die Frage nach der hiesigen Definition von "Anfänger". Grundsätzlich wäre es bei der Vergabe und der Durchführung von Lehrprobenthemen ja wünschenswert, den Status Quo zu definieren...Hosky hat geschrieben:Synchronfahren fände ich auch nicht schlecht, Formation geht bei Anfängern nicht.
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Servus Marcel,
ich finde Deinen Ansatz wirklich recht ordentlich. Über den Notsturz könnte man aus meiner Sicht nachdenken. Vielleicht bindest Du ihn einfach nur dann mit ein, wenn Du noch Zeit übrig hast und die Bedigungen danach sind. Das würde ich dann explizit erwähnen. So nach dem Motto: "Heute ist der Schnee schön weich, da können wir uns auch den Spass mal gönnen und den Notsturz, das allerletzte Mittel zu Tempokontrolle, üben."
ich finde Deinen Ansatz wirklich recht ordentlich. Über den Notsturz könnte man aus meiner Sicht nachdenken. Vielleicht bindest Du ihn einfach nur dann mit ein, wenn Du noch Zeit übrig hast und die Bedigungen danach sind. Das würde ich dann explizit erwähnen. So nach dem Motto: "Heute ist der Schnee schön weich, da können wir uns auch den Spass mal gönnen und den Notsturz, das allerletzte Mittel zu Tempokontrolle, üben."
Hier kann ich leider nicht nachvollziehen, wo Du da den Unterschied siehst. Große Radien bedeuten doch gleichzeitig kleine Winkel. Somit ist 2.3 und 2.4 doch das gleiche, oder?schneemann123 hat geschrieben:kurvenfahren:
2.3 durch variation des kurvenwinkels das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.4 durch variation des kurvenradius das tempo variieren/kontrollieren -> Demonstration
2.5 ggf. bei variationsarten kombinieren ( radius und winkel während einer fahrt variieren)
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
erstmal vielen dank für eure hilfreiche kritik!LincolnLoop hat geschrieben:Was ist unter "Anfänger" zu verstehen?
Dein Ansatz ist durchaus gut (auch wenn ich den Notsturz jetzt nicht unbedingt unter "Tempo- und Spurkontrolle" dranbringen würde). Den Punkt "Kurvenfahren" würde ich persönlich ohne große Erklärungen nahezu komplett über Formations-/Synchronfahren aufbauen.
der begriff "anfänger" ist etwas größer gefächert und ich kann selbst nicht ganz genauso sagen, was vorausgesetzt werden kann. jedoch kann man basisfertigkeiten, in asprache mit dem ausbilder, als vorausgesetzt erachten.
mir gefallen besonders aufgabenstellungen, die etwas abwechselung bieten, wie zb das vorgeschlagene Trichterfahren oder Synchronfahren ! Hierbei biete ich nochmal um eine etwas genauere Erklärung, wie durch das Synchronfahren die kurvenanlage verbessert bzw besser kontrolliert wird.
hätte ihr noch weitere idee für solche übungen?
VIELEN DANK
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Hallo Oli!Oli hat geschrieben:Servus Marcel,
ich finde Deinen Ansatz wirklich recht ordentlich. Über den Notsturz könnte man aus meiner Sicht nachdenken. Vielleicht bindest Du ihn einfach nur dann mit ein, wenn Du noch Zeit übrig hast und die Bedigungen danach sind. Das würde ich dann explizit erwähnen. So nach dem Motto: "Heute ist der Schnee schön weich, da können wir uns auch den Spass mal gönnen und den Notsturz, das allerletzte Mittel zu Tempokontrolle, üben."
Danke für deine Kritik! Ich glaube, dass du recht hast. in habe nochmal genauer überlegt und festgestellt, dass die variation des radius eigentlich keine einfluß auf das tempo habe kann, da man zb bei carven bei hoher geschwindigkeit auch große kurvenradien fahren....aber was passiert denn nun, wenn man den radius verkleinert???? ich kann es mir nicht so wirklich vorstellen....wird man wirklich nicht langsamer? über weitere übungsvorschläge würde ich mich freuen!
Gruß Marcel
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Oli hat geschrieben:Hier kann ich leider nicht nachvollziehen, wo Du da den Unterschied siehst. Große Radien bedeuten doch gleichzeitig kleine Winkel.




Richtig wäre vielleicht: Bei gleichem Schwungwinkel ist bei größeren Radien die Maximalgeschwindigkeit während der Kurve größer. Deshalb sind kleine Radien zur Tempokontrolle geeigneter. Die Wahl des Radius halte ich aber für die Tempokontrolle im Anfängerbereich für untergeordnet.
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
wenn man den radius verkleinert???? ich kann es mir nicht so wirklich vorstellen....wird man wirklich nicht langsamer?
Gehen wir mal davon aus, daß Du mit den Anfängern nicht gerade bei hohem Temp ohne Driftanteile carvst...natürlich wirst Du langsamer, denn um kleinere Radien zu fahren, mußt Du den Ski (bei gleicher Hangneigung) stärker aufkanten, und das bremst beim Driften. Stichwort "Trichter".
Kurvenradius und -winkel sind zwei unabhängige Dinge. Radius = Kurvenradius, also Größe der Kurve; Winkel = 2*Auslenkung von der Fallinie
=> man kann kleine Radien mit kleinen Winkeln, also nahe der Falllinie fahren, oder mit großen Winkeln bis fast quer zum Hang. Das Gleiche gilt für große Radien.
Je kleiner der Radius und je größer der Winkel, desto langsamer fährst Du.
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Re: Lehrprobe zum Übungsleiter
Richtig - aber nicht nur die Maximalgeschwindigkeit, sondern auch die Anfangs- bzw Endgeschwindigkeit. Es wird durch kleineren Aufkantwinkel einfach weniger gebremst.LincolnLoop hat geschrieben:Richtig wäre vielleicht: Bei gleichem Schwungwinkel ist bei größeren Radien die Maximalgeschwindigkeit während der Kurve größer. Deshalb sind kleine Radien zur Tempokontrolle geeigneter.
Finde ich nicht, geht sogar (gerade!) beim Pflugbogen - enge Kurve ist langsam, weite Kurve wird schnell. Für jedes Kind leicht zu erspüren. Setzen die meisten ja von Anfang an auch intuitiv um - wenns steiler wird, möglichst schnell rum ums Eck, dann wirds nicht so schnellLincolnLoop hat geschrieben:Die Wahl des Radius halte ich aber für die Tempokontrolle im Anfängerbereich für untergeordnet.
