schachamateur hat geschrieben:Wie hast du denn das hingekriegt, wenn ich so fragen darf?
Ich habe viel mehr die Befürchtung, dass ich durch extreme Selbstüberschätzung zu viel Gewichtauf aufladen könnte und das lädierte Knie dann wegknickt.
Überweisung zum Physio hab ich eh in der Tasche.
Bei der Beinpresse z.B. finde ich das eher unwahrscheinlich wenn du mit den Gewichten von unten her kommst und nicht gleich das Maximum nimmst. Probleme hatte (habe) ich eher damit, daß z.B. beim Quadrizeps das mediale Ende beim Knie nicht so recht mitspielen wollte (Ansteuerungsprobleme) und der Körper sich da sehr schnell durchmogelt und halt einfach ein paar andere Muckis vermehrt einsetzt. Das Gewicht wurde bei mir damals so festgelegt daß ich gerade mal 13 Wiederholungen geschafft habe und das habe ich dann in je drei 12er Serien durchgezogen (muß dann natürlich von Zeit zu Zeit angepaßt werden).
Das Konzentrieren darauf, daß das Knie schön "gerade" läuft ist etwas das ich bei allen Übungen durchziehen gezogen habe, bei denen das Knie Bewegungsspielraum gehabt hat, das geht mit der Zeit dann eigentlich automatisch, am Anfang mußte ich da mehr aufpassen. Meine Physiotherapeutung und die Fitnesstrainerin im Studio haben sehr stark drauf geschaut, daß auch wirklich alle Muskeln rund ums Knie von der Ferse bis zum Po gekräftigt werden.
schachamateur hat geschrieben:Naja, beim Kickboxen ist die Belastung eher Ruckartig (Eindrehen) und dafür nicht dauerhaft. Und Kämpfe will ich eh nicht machen, ich bin nicht so der Typ zum ernsten Rumgedresche, ich flachs viel lieber mal mit meinen Mitstreitern rum.
Bei mir haben Arzt und Physio in der Aufbauphase davon abgeraten Sportarten bei denen es zu Beschleunigungsspitzen kommt (z.B. Fußball), insofern habe ich gerade die Ruckartigen Kräfte zu vermeiden versucht. Ich hab nur sehr kurz Karate betrieben (vor meinem Unfall), aber soweit ich mich da erinnere kam's bei geraden Fußstößen doch zu recht ruckartigen Schubladenbewegungen und beim Drehkicks vermute ich mal, daß die beiden Seitenbänder die Last tragen.
Es ist bei mir derzeit so, daß ich eine halbe Stunde in der ich "motiviert" Unihockey spiele (Stop&Go Bewegungen, häufige Richtungswechsel) im linken Knie stärker spüre als wenn ich eine bis zwei Stunden flott auf der Piste unterwegs bin (leere Piste in der Früh, Schwung an Schwung bei mittlerem Radius und Tempo und das ganze möglichst gleichmäßig gecarved).
Wenn du auf das Gefühl in deinem Knie nicht durch zu starken Ehrgeiz überstimmst sollte es aber schon recht gut gehen.