
Da gibt es Anzeichen, die wurden schon vor Jahren prophezeit!
* SNOW 1-99 *
* Das Magazin fuer Snowboarder * ein SURF-spezial *
* 2. Dezember 1998 * DM 8.- *
* alpin-special * Seite 32 bis Seite 61 *
In diesem Spezial-Report ueber das Alpin-Snowboarden, welcher mit tollen Bildern abgedruckt wurde, schrieb der Autor aus dem Gespraech und aus den Worten des Spanischen Carver Jose Navarro (Teamfahrer Snowboardindustrie) u.a. folgendes:
Text Seite 36: (Scan als Anhang)
Und denk daran: Carven in jedem Gelaende heisst die Devise. Egal wie steil, egal wie eisig, egal wie buckelig. Das ist es, was einen guten Alpinfahrer vom Pistenposer unterscheidet. Diese Pseudocarver mit hochglanzpolierten, viel zu schmalen Carbonboards haben den serioesen Raceboardern einen schlechten Ruf eingebrockt. Sie stehen stocksteif auf ihren Planken, kippen das Board auf die Kante, ueberlassen den Rest der Taillierung und glauben, sie koennten carven. Wird's dann steil und eisig, sind sie mit ihrer Weisheit am Ende - und rutschen wie Anfaenger gegenrotierend zur naechsten Gletscherautobahn.
[ externes Bild ]
Wir sind Heute 13 Jahre danach. Wieviele aufregende Carving Fotos oder Videos ausserhalb von platt gewalzten Gletscherautobahnen und dergleichen, finden sich noch? Wie weit sich der "schlechte Ruf" ausgewirkt hat, kann sich jeder selber zurechtlegen. Die absolute Verweigerung der Jugend an Raceboards (nennt sich ja heut zu Tage oft auch, oder vor allem auch Carvingboards) ist der Gradmesser fuer eine in die Belanglosigkeit geschlitterte Sportart. Die Jugend bevorzugt bewegungsintensive und actionreiche Sportarten und entsprechende Geraete; mit entsprechenden Vorbildern. Super teure Spielzeuge fuer plumpe Bewegungsformen sind nicht angesagt.