Bewegungsfreund hat geschrieben:
Wieso soll ich denn bitte schön darauf warten das so etwas von selber passiert?
Das ist jetzt philosophisch und daher ganz leicht (oder besser gemein) mit einer Gegenfrage zu beantworten.
Warum mit Dingen beschäftigen die sowieso -also von selber- passieren?
Bewegungsfreund hat geschrieben:
Ich warte nicht darauf...
Mein Nicht-darauf-warten und in der Umkehr das Tun/die Aktion in diesem Augenblick ist der einzig von mir beschriebene Belastungswechsel zum kommenden kurvenäusseren Ski....mit dem Ziel alles worüber wir hier reden einen Augenblick eher zu erreichen.
Du willst also früher umkanten, ok.
Funktionier natürlich durch diesen aktiven vorverlegten Belastungswechsel (den man oft genug wirklich braucht). Du bist dann aber eben nicht mehr optimal dynamisch unterwegs musst unnötig nachkorrigieren und vor allem musst du aktiv von der einen in die andere Kurvenlage übergehen. Das dauert einfach länger du musst einen Haufen unnötige Bewegungen machen und du verlierst (im Rennlauf) Linie.
Warum nicht (wenn wir versuchen optimal zu carven) einfach zu Kurvenbeginn (100% auf dem Innenbein) einfach den Aufkantwinkel etwas erhöhen (ob Fuß-, Bein-, Hüft- od. Rumpforientiert ist mir gerade mal egal) und dadurch früher zum nächsten automatischen Umkantpunkt zu gelangen? (die Frage ist rhetorisch)
Fall die FIS Materialbestimmungen mangels Freiwinkel unter dem Innenschuh dich dazu nötigen, musst du natürlich versuchen im Kurvenverlauf schon sehr früh vom „bösen“ Innenski wegzukommen, um dann wenn du doch noch etwas Höhe/Linie machen willst einen Highsider zu riskieren.
Aber was schert das uns beim cruisen auf der Piste und vor allem was juckt’s einen Einsteiger.
Wäre das mit dem aktiven Belastungswechsel auf das werdende Außenbein wirklich zum carven notwendig, dann könnten Snowboarder und Skwaler nicht carven.
Übrigens überlege dir bitte mal was du kurz vor dem automatischen Umkanten machen musst wenn annähernd 100% Belastung auf dem noch Außenski sind um den noch Innenski (also werdenden Außenski) zu belasten. Die einzigen richtigen Antworten sind:
- Weiterfahren bis es wieder bergauf geht

hier keine Option
- Kurve aufmachen
- Driften
Das werdende Innenbein (also das zu 100% belastete noch Außenbein) zu beugen fällt hier für mich schon unter Drift bzw. Kurve aufmachen. Warum nicht Kurve an Kurve fahren wenn es denn geht und erst wenn das nimmer geht dann muss ich andere Baustellen aufmachen.
Vom Einfachen zum Schweren
Vom Bekannten zum Unbekannten
Die zwei sinnvollsten Dinge die ich in meiner Ausbildung vernommen hab.
Bewegungsfreund hat geschrieben:Hallo...
weil es kraftsparend und harmonisch ist mit dem ski zu fahren und nicht ihn zu beherrschen.
....aber wenn ich doch die Wahl haben kann?!?!
Ich geniesse das Fahren genau so wie beschrieben...aber schnell macht es einen nicht!
Im Klartext: ich bin 100% davon überzeugt, dass man im Rennlauf dann am schnellsten ist wenn man den aktiven/frühzeitigen Belastungswechsel so oft weglässt wie nur irgendwie möglich und nur dort einsetzt wo man ohne nicht Sturzfrei die Linie halten könnte.
Des weiteren bin 100% davon überzeugt, dass diese Erkenntnis in den nächsten 5-20 Jahren auch allgemeine Anerkennung findet, außer die FIS grenzt das zu verwendende Material in Zukunft weiterhin ein.
Unabhängig vom Rennlauf gibt es für eine optimale Basistechnik des Cavens immer noch keinen einzigen Grund für einen aktiven Belastungswechsel auf den werdenden Außenski.
Dagegen stehen die von mir oben schon genannten Gründe gegen einen aktiven Belastungswechsel auf den werdenden Außenski.
@carvi: Nyberg fährt hier kein bisserl optimal dynamisch, dieselbe Linie könnte er auch ohne eine einzige erkennbare Bewegung in gestreckter Kurvenlage fahren. Er fährt sich eben ein, da fahren viele die im Lauf von ihnen verwendete extreme Position ohne die im Lauf wirkenden äußeren Kräfte zu erfahren, d.h. bei gegebenem Radius ist zu langsam damit er wirklich von selbst (also dynamisch) in die Kurven kippen kann.
Der Film ist also schön, hilft aber bei der Thematik nicht weiter.
nicola hat geschrieben:
@bewegungsfreund - natürlich kann/soll jeder seine form des skifahrens so ausleben wie er will bis er an seine grenzen stösst. problematisch wird's immer dann, wenn man jemand unterrichtet/coacht, der dadurch schlechtere lernbedingungen findet.
Da liegt der Hase im Pfeffer und der Hund begraben.
So jetzt ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Baden gehen.

Und eventuelle Antworten besser überschlafen od. doch ne runde Skifahren gehen

Konstantin