Mein Landeslehrer ist relativ aktuell (2011-2013/14)
Was gibt's zu berichten?
LS1 dauert 10 Tage, kostet ca. 1000+, Schwerpunkt Eigenkönnen verbessern & Voraussetzung für den Alpinkurs
Nachweis Praxiszeiten
Alpin dauert 7 Tage, kostet ca. 900+, Schwerpunkt Gelände/Touren/Powdern!

LS2 dauert 10 Tage, kostet 1000+, Schwerpunkt Schule und das Kriterium ist der RTL/RSL/GS!
Alpinkurs kann auch nach dem LS2 erfolgen
Je nach Landesverband darfst Du 'nen Kurs auch gerne wiederholen - und natürlich voll zahlen. (z.B. wenn Du zuviel Teil-Prüfungen nicht bestehst) Evtl. ist auch eine Wiederholungsprüfung möglich (uU Kosten)
Hat man alles absolviert, kommt man in den Genuss der ISIA Marke/Stamp und darf Gäste in Ö. mit ins Gelände nehmen (ohne Aufsteigen!), sofern alles im Nahbereich der Aufstiegshilfen liegt. Und das sollte tunlichst auch eingehalten werden. Eine Bergung im Gelände mit dem Heli ist schnell mal nötig, wenn der Gast sich z.B. ein Band reisst/Knie verdreht/Bein bricht/Schulter verdreht/Schlüsselbein anknackst/auf den Kopf fällt (ergo nicht mehr kann) und kein Skidoo durchkommt. Beim Heli-Einsatz wird dann Protokoll geführt - von der Polizei. Also Achtung.
Generell erfährt der Landeslehrer in Österreich wenig weltliche Wertschätzung. Er wird also für das zu tragende Risiko und die Verantwortung viel zu gering entlohnt. Das sind vielleicht 15% mehr Netto, wir reden hier also über ein paar €/Stunde mehr vergl. mit dem Anwärter-Lohn. Fertige Skiführer machen sich halt gerne mal selbständig, daher muss der Landeslehrer her um die Gelände-Buchungen zu decken. Der Staatliche darf übrigens nicht viel mehr als ein Landes.
Meiner Meinung nach ist die Ausbildung ziemlich kommerzialisiert. Das investierte Geld bekommst Du eigentlich nicht wieder raus. Bis man die investierten 3000€ wieder drin hat, müssen ziemlich viele Stunden vergehen und ob Du danach "besser" skifährst, sei auch dahingestellt. Die Qualität hängt vom Ausbilder ab. Skifahren können die alle, gefordert ist halt: Wissen & Können vermitteln. Und da sind die gelinde ausgedrückt unterschiedlich begabt und motiviert.
Die Durchfallquote schwankt, vorallem beim LS2 ist sie ziemlich hoch durch die Zeitvorgabe beim RTL. Meiner Meinung nach
aber das beste, da objektivste Kriterium. Da gibt's kein Schönreden oder Diskussionen. Zeit ist Zeit. Klar gibt's Unterschiede in der Piste und den Verhältnissen. Die beiden Eichzeit-Läufer sind es immer richtig angegangen. Ohne bestandenen RTL bleibst Du Anwärter und die Ausbildung war für die Füße.
Nach oben wird die Luft auch ziemlich Testosteron lastig. Soll heißen, dass die Frauenquote im Kurs vom LS1 zum LS2 (zumindest bei mir) ziemlich gesunken ist. Nur falls es Dich interessiert
Kandidaten mit Renn-Erfahrung waren deutlich im Vorteil. In der Buckelpiste sollte man auch nicht bereits beim zehnten Buckel, auch wenn dieser meterhoch ist, rausfliegen. Und ja, auch beim Schulefahren wurden einige berechtigterweise ausgesiebt.
Der Vorteil vom Landeslehrer ist halt, dass man bei der Einteilung bessere Gäste bekommen kann(!) und offiziell ins Gelände oder auf Skirouten darf.
Außerdem hört für mich das Skilehrern definitiv nicht bei der Carving Grundstufe auf (Anwärter). So ist es ja eigentlich auch im Lehrplan vorgesehen.
(Anwärter, LS1, Alpin, LS2). Mit dem Niveau der Gäste, sollte dann auch das eigene Niveau steigen. Ist ja ein prima Training - noch dazu bezahlt.
Ich habe mir die Kurse primär nach der zeitlichen Verfügbarkeit ausgesucht und ca. jede Saison einen absolviert. Ein Gletscherkurs im Sommer gehörte auch dazu. Der Tiroler Verband ist leider zeitlich ziemlich unflexibel und richtet sich samt Aufnahmeprüfung wohl eher an die (Tiroler?) Saisonkräfte. Ansonsten kann ich nur empfehlen, mal ein Blick ins Programm der verbliebenen Landesverbände zu werfen.