innenski stärker aufkanten als außenski ???
Verfasst: 16.11.2006 18:26
Hi,
eine frage, die mich schon länger beschäftigt…zugegeben etwas theoretisch…aber im moment ist ja ohnehin noch kein schnee da
..
der gefahrene kurvenradius errechnet sich mit r = rk*cos w, w>0
rk = konstruktionsradius, w = aufkantwinkel
nun fährt der innenski, bezogen auf eine fiktiven referenzmittelpunkt einen engeren radius, um den betrag der offenen skiführung d.
demnach müsste man den innenski etwas mehr aufkannten, damit beide ski auf ihren bahnen carven, z.b. wa = aufkantwinkel des aussenski, wi = aufkantwinkel des innenski,,
ra= gefahrener radius des außenski, ri gefahrener radius des innenski:
somit ra = rk*coswa, und ri = ra-d=rk*coswi. Wenn man alles etwas ummodelt kommt man auf 1.) coswa-coswi=d/rk. d. h. bei einem gegebenen d (offene skiführung) und einem gegebenen konstruktionsradius rk ist die differenz der cosinuswerte konstant, egal welchen aufkantwinkel man fährt. Die differenz wird umso größer, je größer d und je kleiner rk wird. Da 1.) etwas abstrakt ist, kann man die normale cos-funktion als grafik nehmen, sucht einen beliebiegen punkt für den aufkantwinkel des aussenski wa und geht auf der y-achse um d/rk nach unten, um den passende wert für wi (aufkantwinkel des innenski zu finden. Bei kleinen aufkantwinkel (grossen radien) wird die differenz zwischen aufkantwinkel wa und wi immer größer d.h. der innenski müsste deutlich mehr aufgekantet werden als der außenski.
Als beispiel: rk = 10 m, d = 0,5 m -> d/rk=0,05
Wenn aufkantwinkel außenski wa= 30 grad -> wi= 35 grad -> differenz 5 grad
wa = 20 grad -> wi = 27 grad -> differenz 7 grad,
wa = 10 grad -> wi= 21 grad -> differenz 11 grad
grenzwert wa -> 0 -> wi-> 18 grad differenz -> 18 grad
die differenzen der winkel sind zwar nicht so riesig, aber bezogen auf die länge des unterschenkel müsste das innenknie doch deutlich mehr in die kurve geklappt werden.
Je größer die aufkantwinkel, desto geringer die winkeldifferenzen….trotzdem durchläuft man beim gemütlichen carven (kein racing oder umspringen) diese kleinen winkel.
Wenn das so weit richtig ist (und ich keinen denk- oder rechenfehler gamacht habe) könnte man daraus ableiten, dass man die turneinleitung durch ein deutliches klappen des zukünftigen innenknies in die kurve einleiten müsste (bzw. deutliches aufkanten des innenski), um durchgehend zu carven ??
@für ivan: sind wir jetzt doch wieder bei bob barnes mantra gelandet: Tip right ski right to go right, tip left ski left to go left ???
.
wie seht ihr das?
eine frage, die mich schon länger beschäftigt…zugegeben etwas theoretisch…aber im moment ist ja ohnehin noch kein schnee da

der gefahrene kurvenradius errechnet sich mit r = rk*cos w, w>0
rk = konstruktionsradius, w = aufkantwinkel
nun fährt der innenski, bezogen auf eine fiktiven referenzmittelpunkt einen engeren radius, um den betrag der offenen skiführung d.
demnach müsste man den innenski etwas mehr aufkannten, damit beide ski auf ihren bahnen carven, z.b. wa = aufkantwinkel des aussenski, wi = aufkantwinkel des innenski,,
ra= gefahrener radius des außenski, ri gefahrener radius des innenski:
somit ra = rk*coswa, und ri = ra-d=rk*coswi. Wenn man alles etwas ummodelt kommt man auf 1.) coswa-coswi=d/rk. d. h. bei einem gegebenen d (offene skiführung) und einem gegebenen konstruktionsradius rk ist die differenz der cosinuswerte konstant, egal welchen aufkantwinkel man fährt. Die differenz wird umso größer, je größer d und je kleiner rk wird. Da 1.) etwas abstrakt ist, kann man die normale cos-funktion als grafik nehmen, sucht einen beliebiegen punkt für den aufkantwinkel des aussenski wa und geht auf der y-achse um d/rk nach unten, um den passende wert für wi (aufkantwinkel des innenski zu finden. Bei kleinen aufkantwinkel (grossen radien) wird die differenz zwischen aufkantwinkel wa und wi immer größer d.h. der innenski müsste deutlich mehr aufgekantet werden als der außenski.
Als beispiel: rk = 10 m, d = 0,5 m -> d/rk=0,05
Wenn aufkantwinkel außenski wa= 30 grad -> wi= 35 grad -> differenz 5 grad
wa = 20 grad -> wi = 27 grad -> differenz 7 grad,
wa = 10 grad -> wi= 21 grad -> differenz 11 grad
grenzwert wa -> 0 -> wi-> 18 grad differenz -> 18 grad
die differenzen der winkel sind zwar nicht so riesig, aber bezogen auf die länge des unterschenkel müsste das innenknie doch deutlich mehr in die kurve geklappt werden.
Je größer die aufkantwinkel, desto geringer die winkeldifferenzen….trotzdem durchläuft man beim gemütlichen carven (kein racing oder umspringen) diese kleinen winkel.
Wenn das so weit richtig ist (und ich keinen denk- oder rechenfehler gamacht habe) könnte man daraus ableiten, dass man die turneinleitung durch ein deutliches klappen des zukünftigen innenknies in die kurve einleiten müsste (bzw. deutliches aufkanten des innenski), um durchgehend zu carven ??
@für ivan: sind wir jetzt doch wieder bei bob barnes mantra gelandet: Tip right ski right to go right, tip left ski left to go left ???

wie seht ihr das?